Die Haus-Klinik® berät Bauherren, Erwerber und Eigentümer von Immobilien in Berlin und Brandenburg. Neben Schimmelprophylaxe steht wohngesundes Bauen im Mittelpunkt. Optimale Sanierungslösungen werden abgerundet durch die Bauausführung durch zertifizierte Unternehmen. Hier ein Referenzbeispiel von September 2008.

Temperierung der Außenwände im Keller für mehr Behaglichkeit


Kellergrundriss mit HeizrohrschleifenFam. Waldbach (Name geändert) in Berlin Tegel bekam Besuch vom „unabhängigen“ Gutachter. Im Ergebnis von über 2 Stunden Messungen im Keller wurde Fam. Waldbach offeriert: hier hilft nur eine Injektion der Wände – Kostenpunkt runde 23.000 Euro. Der Schock saß tief.

Der Bauschverständige der Haus-Klinik® sah das etwas anders: „Eine Veranlassung für eine Injektage der Wände ist nicht gegeben. Die Wände sind „feucht“ und die Luftfeuchte ist etwas hoch (optimal sind 55%). Das ist in dieser Jahreszeit in vielen Kellern anzutreffen und auch das Temperaturgefälle an der Außenwand überrascht nicht.

Man kann mit großem Aufwand ein Feuchteprofil der Wände erstellen, entscheidend ist aber die Interpretation der Messergebnisse. Angesichts der 24er Ziegelwände und der klimatischen Verhältnisse ist von Kondenswasser auszugehen. Es gibt im Gästezimmer in der Ecke eine Stelle mit Stockflecken, wo das Sofa davor stand (siehe Foto). Daraus auf ein Versagen der Abdichtung zu schließen, ist als unbegründbar einzuordnen.“

Die Empfehlung des Bauschverständigen der Haus-Klinik® lautete: eine Temperierung der Außenwand, damit durch die höhere Oberflächentemperatur die thermische Behaglichkeit verbessert und die Kondensatbildung verringert wird. Hierzu verlegt man ungedämmte Heizungsrohre entlang der Wand, die wie ein lang gezogener Heizkörper funktionieren. Dazu in zwei Kreisen ein Heizungsrohr aus Kupfer verlegen, verschleift als Vor- und Rücklauf.

Inzwischen ist bereits alles zur Zufriedenheit von Fam. Waldbach erledigt – Kostenpunkt: deutlich unter 1 T€. Die Luftfeuchte ist niedriger, die Behaglichkeit ist verbessert. Dazu noch der Tipp vom Fachmann: „Im Sommer werden die Keller feucht, weil warme feuchte Luft eindringt und an den kühlen Wänden kondensiert. Daher: tagsüber die Fenster zu lassen und nur die Nacht über lüften, wenn möglich mit Durchzug aus Querlüftung. Im Winter durchheizen und dann die feuchte Luft weglüften. Eigenkontrolle mit Hygrometer.“

Die Haus-Klinik® ist in Berlin und Brandenburg tätig, neben der Beratung vor Ort wird auch die Bauausführung angeboten. Ein besonderes Angebot besteht in der bbo Bauberatung online für Bauherren, Erwerber und Eigentümer in Deutschland und Europa. Fragen zu Bauphysik und Bautechnik werden per E-Mail beantwortet, falls gewünscht auch in Englisch.

 

Außenwandecke im Keller mit Stockflecken 
Der Stein des Anstoßes,
Stockflecken in der Außenwandecke.
Kann man hiervon auf eine defekte
Kellerwandabdichtung schließen?
Prinzipskizze zum Sollzustand einer Kellerabdichtung
Horizontale und vertikale Abdichtung, Schadensvarianten:
links: Feuchte von unten, wenn die horizontale Abdichtung defekt ist
rechts: Feuchte von der Seite, wenn die vertikale Abdichtung defekt ist


Luftfeuchten im KG: ~ 70% rel.LF
Lufttemperaturen: je ca. 24,5 °C.
Wandoberflächentemperaturen im GZ:
18,1 °C deckennah bis 16,6 °C bodennah.

Festgestellt: unterschiedliches Empfinden:
wärmer / kälter (je nach Hüllflächentemperatur).


Empfehlungen für Eigenleistung:

Abdämmen der Rohre im Bereich des Heizkessels,
Mineralwolle von der Rolle und dazu Bindedraht und Alufolie ist eine
Alternative zu den Dämmschalen wie im Flur.
Lackieren der verlegten Heizungsrohre.
Erfolgskontrolle durch Sichtprüfung und Messungen mit Hygrometer.

© DIMaGB Bauberatung